Zusammenarbeit 4.0 – das Zoom IPO

Verbindet man die Trendthemen Cloud Computing, Software-as-a-Service, Messaging und Videoconferencing so erhält man einen vielversprechenden IPO Kandidaten: Die Rede ist von Zoom. Das Unternehmen aus San Jose hat sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen, Organisationen und ihre Teams in einer nahtlosen digitalen Umgebung zusammenzubringen und damit die Produktivität nachhaltig zu steigern. Basis ist eine robuste Cloud-Plattform für Video, Sprache, Chat und dem Teilen von Inhalten. Die Zoom Lösung bedient alle Endgeräte, wie Smartphones, Tablets, PCs aber auch klassische Telefonsysteme.

Im Gegensatz zu den prominenten Börsengängen von Lyft und Uber ist Zoom bereits profitabel. Grund dafür ist, dass das Cloud Geschäftsmodell von Lyft deutlich besser skaliert, als das der Fahrdienstleister. Laut dem vorgelegten Börsenprospekt boomt das Geschäft von Zoom: In 2018 beliefen sich die Umsätze auf stolze 330,5 Mio. Dollar, einem Anstieg von 118 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit trifft Zoom genau den Nerv an der Wall Street. Der erfolgreiche Geschäftsverlauf zeigt sich nun im IPO Preis. Dieser billigt Zoom eine Unternehmensbewertung von rund neun Mrd. Dollar zu.

Im Börsenprospekt findet sich das Wort „Glücklich“ insgesamt 17 mal. Für Zoom Gründer Yuan lag die Geschäftsidee klar auf der Hand. Nachdem er als Entwicklungsleiter bei einem führenden Technologiekonzern immer wieder von Kunden hörte, wie unglücklich diese über die bestehenden Video Konferenzlösungen waren entschloss er sich Zoom zu gründen. Einzigartig an Zooms Video Lösung ist ein eigens entwickelter Multimedia Router, der für die Cloud optimiert ist und die Dateninhalte von den Videostreaming Daten trennt. Mit Webex von Cisco und Skype for Business von Microsoft verfügt Zoom über finanzkräftige Wettbewerber. Dies kompensiert Zoom über clevere Partnerschaften, die mit Kapital unterlegt sind. Zoom zählt mit Atlassian und Salesforce zwei führende Cloud Unternehmen zu seinen Aktionären. Auch Li Ka Shing, der Warren Buffett von Asien, und bekannt für sein Gespür für disruptive Lösungen in der Telekommunikation ist als Risikokapitalgeber schon länger in Zoom investiert und wird sich mit dem IPO ebenfalls finanziell glücklich schätzen.

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