Der in den USA sehr beliebte Video Messaging Dienst Snapchat ist nach Aussagen seines Gründers und CEOs Evan Spiegel auf dem Weg zum IPO. Er bestätigte in einem Interview auf der weithin bekannten Re/code Konferenz, dass es hierzu einen klaren Plan im Unternehmen gibt.

Snapchat, ein typisches Startup aus der Stanford Universität heraus wurde erst 2011 gegründet und wird vier Jahre später bereits mit $15 Mrd. bewertet. Nicht ohne Grund, das Unternehmen wächst rasant. Bis Mitte 2014 wurden pro Tag 700 Millionen Fotos und Videos versendet und über eine Milliarde mal angesehen, mit stark steigender Tendenz. Sofort kam Snapchat auf das Radar von Facebook. Mark Zuckerberg bot 2013 bereits $3 Mrd. in Form von Facebook-Aktien, was die Gründer um Evan Spiegel aber ablehnten. Mittlerweile soll Snapchat mehr als 100 Millionen aktive Nutzer haben. Video gilt im Messaging Bereich als das „Next Big Thing“ und ist werbetechnisch hochattraktiv. Nach Streaming-Angeboten wie Netflix und Videoportalen wie Youtube könnte Snapchat die nächste Innovationsstufe einläuten, die sich auch sehr gut durch Werbeeinblendungen in klingende Münze umwandeln lässt.

Evan Spiegel gilt aber auch als kritischer Geist im Silicon Valley und betonte im selben Atemzug zu den Börsenplänen, dass er momentan eine Überbewertung „Bubble“ im Silicon Valley sieht. Es sei nie einfacher gewesen Geld von Investoren locker zu machen, da durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken so viel Geld im Umlauf ist und nach Investitionsmöglichkeiten mit möglichst hoher Rendite sucht. Auf die Frage wann diese Blase platzen wird, meinte Spiegel, dass dies passieren würde, nur weiß auch er nicht wann. Spiegel wäre nicht Spiegel und meinte wenn er es wüsste, dann würde er daraus eine Menge Kapital schlagen können.

Thomas Rappold

Buchautor „Silicon Valley Investing“

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http://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/3587-silicon-valley-investing/?pl=24b7af28-4efa-409f

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