Slack – das Whats App für Unternehmen

Als Mark Zuckerberg 2014 WhatsApp für 19 Mrd. Dollar kaufte, waren selbst erfahrene Silicon Valley Insider ob des hohen Kaufpreises überrascht, zumal WhatsApp zum damaligen Zeitpunkt zwar bereits 450 Mio. monatlich aktive Nutzer hatte, aber mit dem Malus behaftet war, in den USA nahezu unbekannt zu sein und praktisch über keine Umsätze zu verfügen. Nun schickt sich mit dem hochgehypten Messaging Unicorn Slack ein interessanter Börsenkandidat an, der für sich reklamiert, das „Whats App für Unternehmen“ zu sein und vorbörslich mit 7-17 Mrd. Dollar gehandelt wird. Slack entstand durch ein sogenanntes Pivot. Im Start-up-Umfeld versteht man darunter eine strukturierte Kurskorrektur, wenn das bisherige Geschäftsmodell keinen weiteren Erfolg verspricht.

Das erste Produkt von Slack war ein Multiplayer-Echtzeit-Spiel unter dem Namen Glitch. Anschließend besann sich das Team, was man alternativ machen könnte und erkannte, dass es für die Projektkommunikation bei Glitch eine eigens programmierte Mitteilungsapp einsetzte, welche die Grundlage für Slack war. Darüber hinaus sind weitere externe Dienste, wie Google Docs, Dropbox und Github die für die heutige Internetsoftwareentwicklung wichtig sind, angebunden. Innerhalb kürzester Zeit konnte Slack mit seiner Lösung, die als Webdienst auf dem Mac sowie den mobilen Betriebssystemen iOS und Android läuft, eine hohe Verbreitung bei Unternehmen und Softwareteams erreichen.

Call Handerson hat Slack zusammen mit Stewart Butterfield gegründet

Hinter Slack steht Stewart Butterfield. Er war Mitgründer von Flickr, einer Social-Media-Seite, die in 2013 von Yahoo für 1,1 Mrd. Dollar gekauft wurde. Slack gilt als das schnellstwachsende Software-as-a-Service-Start-up der Geschichte und im Gegensatz zu WhatsApp versteht es Slack mit seinen aktuell rund 10 Mio. Anwendern in 600.000 Unternehmen signifikante Umsätze in beeindruckendem Wachstumstempo zu erzielen. Zwischen 2016 und 2018 wuchsen die Umsätze mit Raten von 100 Prozent von 105 Mio. auf 400 Mio. Dollar. Für einen nachhaltigen Börsenerfolg von Slack ist von entscheidender Bedeutung, bei weiterhin hohem Umsatzwachstum die Verluste zu bregenzen. In 2018 beliefen sich diese noch auf knapp 140 Mio. Dollar. Und mit Microsoft Teams steht ein Gorilla als Konkurrent im Weg.

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