Peter Thiel, legendärer Gründer von PayPal und erster Investor in Mark Zuckerbergs Facebook hat mit seiner Unterstützung für Donald Trump auf den Sieger gesetzt. Thiel investierte anno 2004 $500.000 in das Startup Facebook und wurde damit nach dem Börsengang zum Milliardär. Seine Wahlkampfspende für Donald Trump belief sich auf das Doppelte. Während sich viele Meinungsführer im Valley unmittelbar nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse regelrecht konsterniert und frustriert äußerten gratulierte Thiel Trump postwendend zum Wahlsieg und ruft alle handelnden Personen auf, keine Zeit zu verlieren um Hand anzulegen am neuen amerikanischen Traum. Unbestreitbar ist, dass durch die Digitalisierung der Wirtschaft und den exorbitanten Börsengewinnen der Internet Unternehmen im Wesentlichen New York als Börsen- und Finanzplatz und das Silicon Valley als Heimatstätte ebendieser Tech-Unternehmen profitiert hat. Thiels Co-Gründer bei PayPal Elon Musk sieht die Sache als Hauptaktionär von Tesla natürlich genau anders. Er ist auf eine umweltfreundliche Politik und staatliche Unterstützungen angewiesen und betonte denn auch, dass Trump nicht „der ideale Mann“ sei. Gerade das Silicon Valley ist auf den freien Austausch von Waren und Humankapital dringend angewiesen. Bekanntermaßen steht auf den Apple Produkten „Designed by Apple in California. Assembled in China“. Das Valley ist voll von erfolgreichen Gründern mit Migrationshintergrund wie Tesla Chef Elon Musk (Südafrika) oder Google Boos Sergey Brin (Russland). Einig werden könnte man sich schnell in Sachen unversteuerter Erträge, haben die fünf Tech-Unternehmen Apple, Alphabet Cisco Systems, Oracle und Microsoft doch über $500 Mrd. steuerfrei im Ausland gebunkert. Genau hier könnte Trump nun schnell Punkten und sich als erfahrener Geschäftsmann mit den Unternehmen auf einen fairen Steuersatz einigen und die Gelder in die USA zurückführen. Damit ließe sich dann die marode Infrastruktur sanieren und breite Schichten der Bevölkerung würden profitieren. Bei den Tech-Unternehmen ist die Bereitschaft für einen Deal da, könnte man doch so die Off-Shore Gelder endlich produktiv zur Unternehmenssteigerung einsetzen. Also ein Win-Win für Alle!

Nachdruck aus Börse Online