Sprechen Analysten vom Mega Markt Cloud-Computing werden in der Regel mit Alphabet, Amazon und Goolge immer die gleichen Aktienfavoriten gennant. Dabei gibt es einen Hidden Champion, noch dazu ein Hardware Unternehmen, das im Windschatten der großen Anbieter mit bärenstarken Zahlen aufwartet. Die Rede ist von dem Netzwerkunternehmen Arista.

Vorletzte Woche machte die Aktie von Arista nach Vorlage der Quartalszahlen einen Sprung von fast 20 Prozent, nachdem die hochgesteckten Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen und auch der Ausblick für das neue Geschäftsjahr angehoben wurde. Arista wird von Experten als das »kleine, aber feine Cisco« für das neue Zeitalter des Cloud- und Echtzeit-Computings gehandelt. Hauptprodukte sind extrem leistungsfähige Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches für die stark wachsenden Datencenter von Anbietern wie Amazon, Google, eBay, Facebook und Microsoft, aber auch für Börsen und Banken im Bereich Hochfrequenzhandel, bei welchem es auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit pur ankommt. Schlüssel und »Kronjuwel« des Unternehmens ist das auf dem offenen Linux-Betriebssystem basierende Netzwerk-Betriebssystem EOS. Es ermöglicht den Einsatz der aktuellsten und damit schnellsten am Markt verfügbaren Standardhardware zu geringen Kosten.

Für ein Hardware Unternehmen überzeugt Arista mit einer ungewöhnlich hohen operativen Marge von 30 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 34 Prozent und durchbrach die magische Schallmauer von einer Milliarde Dollar. Weiteres hohes Wachstum ist zu erwarten, da der Markt für Cloud-Computing erst im entstehen ist und immer mehr Kunden auf diesen Wandel der IT reagieren. Arista macht mit seiner fortschrittlichen Technologie und den aggressiven Preisen Platzhirsch Cisco das Leben schwer. In dem Maße wie die Marktanteile von Arista wachsen, büsst Cisco diese ein. Zuletzt sah sich Cisco deshalb auch genötigt über eine Patentklage Arista das Leben schwer zu machen. Pikanterweise hat das Gründer- und Managementteam früher für Cisco gearbeitet. Arista wurde übrigens von der deutschen Silicon Valley Legende Andy Bechtolsheim gegründet. Er war damals der erste Investor bei der Gründung von Google.

Nachdruck aus Börse Online